Wednesday, der 23.May 2018
 

Unser Dorf Bockwitz

Das Dorf im Mittelalter

Bockwitz ist ein sehr altes Dorf, das schon in einer Urkunde von 1290 vorkommt und dort Buckewitz geschrieben ist.

In einer anderen Urkunde vom Jahre 1183 wird ein Gerhardtus de (von) Bukewitz genannt. Da dieser Ritter sich von Bukewitz (Bockwitz),  also nach seinem Dorf, das er als Lehnherr besaß, nannte, wurde das Dorf hiermit erstmalig urkundlich erwähnt.

1428 besaß im Dorfe Bugkewitz das Zeitzer  Kapitul zwei Hufen Land, welche die öfter genannte Obedienz Bugkewitz bildeten.

In Bockwitz  gab es eine Pfarre und eine  kleine Kirche, die aber kurz vor Bischof Pflugs Regierungsantritt aufgehoben  und mit der Pfarre zu Geußnitz vereinigt worden war. Christof von Etzdorf zu Klein-Aga, der das Patronatsrecht daran gehabt hatte, erhob im Jahre 1547 bei Bischof Pflug Widerspruch, der dann die Angelegenheit im Jahre 1554 gütlich ordnete. Pflug brachte es dahin, dass  Etzdorf all die Zinsen bekam, wofür auf das Patronat Verzicht leistete. Danach wurde der kirchliche Grundbesitz in Bockwitz samt Kapelle an einem Bauherrn verkauft.

Das Dorf ist in der Kirche zu Loitsch eingepfarrt.  Es war mühlenfrohnpflichtig.  Im Handelbuche (Gerichtsbuch) von 1583 wird es als unvermögend bezeichnet. Es hatte damals 9  Baustätten (Wohnhäuser) mit nur 5 Wirten (Hausbesitzer)und 6 Hausgenossen, wovon ein Mann mit einem langen Spieße zur Heeresfolge gestellt werden musste.

Im 16. Jahrhundert heißt das Dorf Bockewitz und Bockwitz sowie Backwitz.

Die Bevölkerungsdichte in der Neuzeit

Anfang des 19. Jahrhunderts bestand das Dorf aus 12 Wohnhäusern. 

1880   waren es  13 Häuser mit 16 Haushaltungen. 

1890 gab es in Bockwitz 12 bewohnte Häuser mit 14 Haushaltungen und 83 Einwohnern.

Bei einer Volkszählung vom 1. Dezember 1905 hatte der Ort 90 Einwohner. Bei einer Viehzählung im Dezember 1906 gab es im Dorf 12 Gehöfte bzw. Wohnhäuser. Alle Häuser betrieben damals noch Viehhaltung.

2008 gibt es in Bockwitz nur noch 35 Einwohner, aufgeteilt in 13 Familien.